Der Eisprung

Das Leben jeder Frau wird vom weiblichen Zyklus mit dem Eisprung bestimmt. Der Zyklus beginnt zwischen dem 12. und dem 15. Lebensjahr und endet nach den Wechseljahren. In dieser Zeit kann die Frau theoretisch in jedem Monat ein Kind empfangen. Die fruchtbaren und die unfruchtbaren Tage werden durch Hormone gesteuert.

Die weiblichen Geschlechtsorgane

  • Eierstöcke
    Im rechten und im linken Eierstock reift abwechselnd jeden Monat ein Eibläschen heran. Dieses trägt die Eizelle. Während des Eisprunges platzt das Eibläschen und die Eizelle wandert aus dem Eierstock in den Eileiter.
  • Eileiter
    Sie sind die Verbindung zwischen Eierstock und Gebärmutter. Die Eizelle wandert vom Eierstock durch den Eileiter in die Gebärmutter.
  • Gebärmutter
    Kommt es in dieser Zeit zur Befruchtung der Eizelle, nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein und entwickelt sich durch Zellteilung zum Embryo. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, dann wird sie mit der monatlichen Zyklusblutung durch den Gebärmutterhals in die Scheide ausgestoßen.
  • Scheide
    Durch die Scheide werden die männlichen Spermien beim Geschlechtsverkehr aufgenommen. Diese wandern von dort weiter in die Gebärmutter. Durch die Scheide wird auch das in der Gebärmutter heranwachsende Baby nach 9 Monaten ausgestoßen. Die Scheide besteht aus Muskeln und ist sehr dehnbar.

Der Eisprung

Er wird auch als Ovulation oder Follikelsprung bezeichnet. Der Eisprung leitet die fruchtbaren Tage ein. Wer gern schwanger werden möchte, sollte zu dieser Zeit Geschlechtsverkehr haben. Im Eierstock reifen, angeregt durch das Hormon FSH (follikelstimulierendes Hormon) und das Hormon LH (luteinierendes Hormon), 10-20 Follikel (mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen) heran. Eines davon entwickelt sich zum dominanten Follikel. Dieses entlässt die Eizelle in den Eileiter. Wachsen mehrere dominante Follikel heran, können sich bei einer Befruchtung Mehrlingsgeburten entwickeln.

Die Wanderung der Eizelle

Durch verschiedene Hormone gibt der Follikel im Eierstock die Eizelle frei. Der Eileiter fängt die Eizelle auf und beherbergt diese 24 Stunden. In dieser Zeit kann es zur Befruchtung kommen. Wird die Eizelle befruchtet, wandert sie weiter in die Gebärmutter. Ansonsten wird sie mit der Regelblutung ausgestoßen und der Vorgang beginnt von Neuem.

Wann findet der Eisprung statt?

Bei einem normalen Zyklus zwischen 25-35 Tagen findet der Eisprung am 14. Zyklustag statt. Folgende Punkte deuten auf einen Eisprung hin:

  • Anstieg der Körpertemperatur bis zu 0,6 ºC
  • Schmerzen im mittleren Unterbauch
  • Empfindliche Brüste
  • Vermehrte Schleimbildung des Gebärmutterhalses
  • Erhöhtes sexuelles Verlangen

Die Spermien beim Eisprung

Der Schleim am Gebärmutterhals wird beim Eisprung dünnflüssiger. Dadurch können die Spermien, anders als in unfruchtbaren Tagen, in die Gebärmutter eindringen und die Eizelle suchen. Nur ein einziges Spermium, das Schnellste von allen, kann das Ei befruchten.

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